Bild: das Original Deckblatt meiner Bewerbung!!!

Arbeiten in einem Start-Up hört sich grundsätzlich erstmal nach viel Spaß und Aufregung an.

Warum aber eine Ausbildung in einem Start-up noch viel mehr bringt als das, möchte ich euch heute kurz erläutern.

ICH WILL ERNST GENOMMEN WERDEN!

Bereits mein Vorstellungsgespräch hat sich von allen mir bekannten Vorstellungsgesprächen unterschieden. Alles war ein wenig lockerer – man begegnete sich als Menschen und nicht als Chef und Bewerber. Bis heute haben sich diese Hierarchien nicht geändert. Klar kenne ich meine Position im Unternehmen und ich weiß, dass ich als Auszubildende keine administratorischen Aufgaben übernehme oder einfach selbstständig wichtige Entscheidungen fälle. Aber man hat mir nie das Gefühl gegeben, dass ich  weniger wichtig wäre oder mir gewisse Sachen nicht zuzutrauen wären. Oftmals wurde ich bei wichtigen Entscheidungen miteinbezogen und meine Meinung dabei ernst genommen. Im Großen und Ganzen ist das für mich einer der wichtigsten Punkte : das Betriebsklima.

Wenn man einen so großen Teil des Tages an einem Ort verbringt, will man sich wohl fühlen und gerne hingehen. Die Freiheit, meinen Arbeitsplatz so zu gestalten, wie ich es möchte und die Sicherheit, dass ich von Menschen umgeben bin, die mich in stressigen Zeiten mit Verständnis auffangen, sind für mich mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Denn wenn die Kacke am Dampfen ist, weiß man einfach, dass sich jeder auf jeden verlassen kann. Und ich weiß, dass ich jederzeit ganz offen und ehrlich mit meinen Chefinnen reden kann, wenn mich etwas stört oder bedrückt.

 

Caros Schreibtisch bei Kuchen im Glas

 

ICH BRAUCHE VERANTWORTUNG!

Eine weitere wichtige Erkenntnis, die ich im Laufe der Zeit gemacht habe, war, dass meine Arbeit Wellen schlagen kann. Ich bin nicht nur dafür da, zuzuarbeiten, sondern starte meine eigenen Projekte, die ich selbstständig zu Ende führe.

Einige meiner Ideen haben sich im Unternehmen bewährt und sind nun fester Bestandteil.

Gerade im Bereich des bis dahin unstrukturieren Lagers wurden mir von Anfang an viele Freiheiten gelassen und ich durfte im Grunde machen was ich wollte. Bis heute bin ich daher Hauptansprechpartner wenn es um unser Lager geht – sogar für meine Chefinnen.

ICH MÖCHTE PROBLEME LÖSEN! 

Viele meiner Klassenkameraden beschäftigen sich seit Ausbildungsbeginn mit den selben Aufgaben – ihnen wurden die Abläufe und Strukturen erklärt und seither ist das ihr Aufgabenbereich. Ganz ehrlich, manchmal hätte ich auch gerne klare Vorgaben gehabt. Gerade zu Beginn. Aber ich denke, selbstständig zu überlegen welche Vorgehensweise nun die Beste wäre, kann nur Vorteile haben.

Das ist überhaupt eines der wichtigsten Dinge, die ich aus der Lehre bei einem Start-up erlernen und weiterentwickeln konnte: meine Flexibilität und der Ansporn Lösungen zu finden.

Oft schon gab es Situationen in denen einfach innerhalb weniger Minuten eine Lösung für ein Problem her musste. Ob es nun die fehlenden Organzaschleifen für einen Auftrag oder Probleme mit Lieferanten waren.

Vieles passiert in einem Start-Up zum ersten mal, sodass auch deine Vorgesetzten vielleicht einfach nicht direkt die Antwort oder die Lösung für dein Problem haben. Und dann liegt es eben mal an einem selbst. Genauso gibt es auch in einem Start-Up vermutlich dieselben Probleme wie in jedem anderen Unternehmen auch. Wo kommen eigentlich all die Büroutensilien hin? Und wer lässt ständig die Kaffeetasse auf der Spülmaschine stehen? Und ja, manchmal hab ich auch einen Hals auf meine Chefinnen.

Aber tatsächlich überwiegt das Positive für mich und ich habe meine Entscheidung nie bereut eine Ausbildung in einem Start-Up zu machen.

 

ICH WILL MOTIVIEREN!

Dass ich auf so „einfache“ Art und Weise einen Ausbildungsplatz gefunden habe, ist nicht selbstverständlich – da hatte ich wirklich schon ´ne Menge Glück. Man muss sich im Vorfeld Gedanken machen, dass es einige Risiken birgt eine Ausbildung in einem Start-Up zu beginnen. Drei Jahre können für ein Startup eine lange Zeit sein und keiner wird dir Vorab versprechen können, dass eine Firma so lange überhaupt überlebt. Auch wird dir ein Start-Up vermutlich nicht all die Dinge aufzeigen können, die im schulischen Lehrplan verankert sind und parallel vom Betrieb vermittelt werden sollten. Während Klassenkameraden ungefähr jede Abteilung einmal ordentlich gezeigt bekommen und zum gewissen Teil auch dort eingelernt werden, bewegst du dich in einem Start-Up permanent in allen Abteilungen ohne das manchmal zu merken.

Aber entgegen all der Zweifel, kann ich eine Ausbildung in einem Start-Up all denen empfehlen, die offen und pragmatisch sind; allen, die ein bisschen bodenständiger sind und sich nicht zu schade sind mit an zu packen; Menschen, die mit Herausforderungen klar kommen und auch einfach mal Dinge ausprobieren möchten. Arbeitserfahrung schadet hier jedoch nie, denn sind wir ehrlich – keiner hat Zeit, dir beizubringen wie du deinen Computer anschaltest.

Aber wenn du dir einfach wirklich nicht vorstellen kannst, was du machen möchtest, dann mach doch einfach ein Praktikum in einem Start-Up. Dort bekommst du wirklich die Möglichkeit in die verschiedene Bereiche reinzuschnuppern um dann vielleicht festzustellen, dass es genau das ist, was du gesucht hast.

Das Kuchenlager: Hier ist Caro Boss.

ICH WILL ETWAS ERREICHEN!

In meiner Traumvorstellung werde ich noch mit 60 bei Kuchen im Glas sitzen. Langfristig gesehen ist es aber wichtig, dass ich mich auf dem Arbeitsmarkt austobe um dann irgendwann da anzukommen, wo ich langfristig bleiben möchte.

Ich habe vor Kuchen im Glas schon ein wenig Arbeitsluft schnuppern können und habe festgestellt, dass ich der „Hau-Ruck-Typ“ bin. Ich bin schnell gelangweilt und nachlässig wenn ich eine Aufgabe zu lange mache und brauche daher eigentlich regelmäßig neue Herausforderungen.

Daher eignet sich für mich ein Arbeitsumfeld, in dem auch immer wieder neue Dinge passieren – auch hierfür eignet sich ein Start-Up ideal.

Generell strebe ich weiterhin an, mich in einem kreativen Umfeld zu bewegen und hoffentlich auch weiterhin in Betrieben zu landen, die einen eher laisser-fairen Führungsstil pflegen.

NOCH FRAGEN?

Wenn du eine Ausbildung in einem Start-Up anstrebst, vielleicht sogar frisch begonnen hast oder einfach grundsätzlich Fragen zum Arbeiten in einem Start-Up hast, dann schreib mir doch einfach!

caro@kuchen-im-glas.com