Lange, lange Zeit (12 Jahre) nannte ich Berlin mein zu Hause. Durch Kuchen im Glas bin ich im schönen Mannheim gelandet und gebe jetzt lieber Unternehmungstipps an Berlin-Besucher_innen weiter!

1. Fahrt Fahrrad

Ja, es werden immer mal wieder Fahrradfahrer_innen umgenietet. Aber sind wir ehrlich: das passiert leider in jeder Stadt. Und wie mir meine Mutter schon immer riet: „Im Straßenverkehr immer mit der größtmöglichen Dummheit der anderen rechnen“. Auf dem Drahtesel „erfährt“ man sich die Stadt einfach am Besten und günstig ist es auch. Lidl Bike bietet sich da an aber es gibt auch kleine unabhängige Verleihe in jedem Bezirk.

2. Mal was anschauen

Neben den großen Sehenswürdigkeiten kann ich Euch folgende Orte ans Herz legen:

Die ehemalige Abhöranlage der USA auf dem Teufelsberg (Charlottenburg)

Skurriles Relikt aus Ostblock-Zeiten. Von hier hörten Amerikaner und Briten zu. Teils verfallen und angemalt locken die Gebäude und riesigen Kuppeln zum Entdecken ein. Hier kann fotografiert und der Wahnsinns-Ausblick über West-Berlin genossen werden. Früher konnte man durch den Zaun schlüpfen; heute scheint das nicht mehr möglich. Mehr Infos zum Besuchen hier.

 

Führung durch den Flughafen Tempelhof (Tempelhof)

Eine Führung durch den ehemaligen Flughafen lohnt sich. Auch hier locken unzählige Fotomotive. Berliner und Deutsche Geschichte stecken in den Mauern dieses Gebäudes – da kann einem schon mulmig werden! Die Halle des Flughafens ist immer geöffnet, auch wenn Ihr keine Führung macht ist ein kurzer Abstecher sehr empfehlenswert.

 

Danach Ausruhen auf dem Tempelhofer Feld: Allmende-Kontor

Egal ob zum Picknicken oder zum Sonnenuntergang: Die selbstgezimmerten Gärten auf dem Tempelhofer Feld sind einfach ein Träumchen. Ja, hier kann man einfach rein laufen und sich irgendwo hinsetzen, Abendbrot essen oder nen Wein trinken. Aber bitte Müll wieder mitnehmen ;-)

 

Pfaueninsel (Wannsee)

Wenn Ihr nach der ganzen Touri-Action mal Ruhe braucht, macht einen Ausflug zur Pfaueninsel. Das ist ein märchenhafter Ort, der – wie der Name schon sagt – Pfauen und viele andere Tiere beherbergt. Es gibt eine kleine Fähre, die einen auf die Insel bringt und dann kann man Spazieren, Picknicken und Relaxen!

 

Ab ins Kino (Kreuzberg/Neukölln/Friedrichshain)

Berlin hat viele tolle Kinos – vergesst die ollen Multiplex-Schuppen! Im Sommer ist das Freilichtkino Hasenheide erste Wahl, denn man sitzt umringt von Bäumen in einem Park und es ist wirklich sehr romantisch ;-)

Beeindruckend und einfach schön sind auch das Kino International (Karl-Marx-Allee), Neues Off (Hermannstraße) oder das Movimento am Kottbusser Damm (das älteste Kino Deutschlands).

 
3. Hunger

Marsaniello (Kreuzberg)

Hier gerät man hin wenn bei Il Casolare kein Platz mehr war aber dann will man auch gar nicht mehr zurück. Klassische italienische Küche, Pizza, Pasta aber auch „Primo“ und „Secondo“… Im Zweifelsfall reservieren.

 

Xthis (Schöneberg)

Koreanische Hausmannskost: kein schöner, hipper Ort aber dafür sind die Wände und Speisekarten mit Bibelversen versehen und es gibt – meiner Meinung nach – das beste Bibimbap der Stadt. Toilette gab es nie und wird es auch wohl nie geben.

 

„Thaipark“ im Preußenpark (Wilmersdorf)

Die Mutter aller Street-Food-Märkte der Nation bietet selbstgemachte Köstlichkeiten aus Thailand und anderen asiatischen Küchen. Selbstgemacht heißt: hier Kochen keine Köch_innen, sondern Privatleute bereiten das Essen zu und bieten es an kleinen Ständen an.

Immer Samstags und Sonntags zwischen 12 und 21 Uhr; außer im Winter oder wenn das Wetter richtig schlecht ist.

 

Adana-Grillhaus/Izmir Köftecesi/Doyum

Man sollte seinen Berlin Aufenthalt für ein Essen in einem türkischen Restaurant nutzen (ausgenommen man wohnt in Mannheim, wir sind versorgt). Hier eine nur kleine Auswahl:

Das Adana Grillhaus am Görlitzer Bahnhof: hier gibt´s ausschließlich Adana und Sachen vom Grill – die aber in Perfektion! Dazu einen schönen Raki …

Izmir Köftecisi am Kottbusser Tor: Hier gibt es ausschließlich Köfte – ideal als Mittagessen auf die Hand. Die womöglich besten Köfte der Stadt und das auch noch im wunderbaren Ambiente des Kottis ;-D

Mehr Auswahl (und auch Döner) gibt´s bei Doyum. Immer eine gute Wahl, egal ob zum Mittag, zum schnellen Abendessen oder Nachtmahl auf dem Weg nach Hause!

 

Currywurst?

Es gibt mehrere gute Currywürste in Berlin aber die Besten gibt es im Ruhrgebiet. #sorrynotsorry

 

4. Geld ausgeben

Flohmarkt bzw. Wochenmarkt am Maybachufer (Kreuzberg)

Das ist kein Geheimtipp mehr aber dennoch „very Berlin“. Solider Flohmarkt an jedem 2. Sonntag und unter der Woche Dienstags wie Freitags bunter Wochenmarkt  mit Gemüse, Obst, Fisch und Leckereien zum sofort probieren.

 

Folk Days (Kreuzberg)

Fair-Fashion Label von der lieben Lisa Jaspers. Alle Kleider und Einrichtungsgegenstände werden nachhaltig und fair von Menschen aus Entwicklungsländern gefertigt – das Team ordert direkt bei den Manufakturen und baut so unmittelbare Partnerschaften auf. Wunderschöne Sachen gibts online und im Ladengeschäft Manteuffelstraße 19!

 

Pony Hütchen (Kreuzberg)

Der beste Second-Hand-Laden der Stadt und mit Chefin Lilli early-Kuchen-im-Glas-Supporter. Am Besten gleich mit nem großen Wagen in die Pücklerstraße kommen denn sonst könnt Ihr die tollen Vintage Möbel und Klamotten nicht nach Hause transportieren ;-) 

 
5. Feiern

… da findet Ihr schon selber was.

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